Softwareentwickler Fabian Zons
Interview | Berghof Testing

Sechs Fragen an Fabian Zons

10. Januar 2022

Fest verwurzelt in der Region – und schon als Kind ebenso fasziniert von Bits und Bytes wie von Technik allgemein: Kein Wunder, dass es Fabian Zons, Softwareentwickler bei Berghof Testing, den Prüftechnik-Experten der Berghof Gruppe, nach dem Abitur nicht in die weite Welt, sondern zum Mechatronik-Studium an die Hochschule Reutlingen gezogen hat. Warum dieses Studium aus seiner Sicht eine ideale Basis für seinen heutigen Job ist, weshalb ihm das Arbeiten bei Berghof vom ersten Tag als Praxisstudent an Spaß gemacht hat und welche Vorteile die Kunden durch die Zusammenarbeit mit Berghof Testing haben, erzählt uns der Technik-Fan und begeisterte Handwerker im Interview.

1. Wer sich für Computer begeistert, ist doch eigentlich für ein Studium der Informatik prädestiniert. Wieso haben Sie sich stattdessen für ein Mechatronik-Studium entschieden?

Tatsächlich war ich schon als Jugendlicher absolut fasziniert von Computern, habe mir immer wieder PC’s selber zusammengebaut und alles eigenhändig installiert. Dennoch wäre mir die reine Informatik zu eintönig gewesen. Ich finde gerade das exakt aufeinander abgestimmte Zusammenspiel aus Soft- und Hardware reizvoll – also das, was wir hier bei Berghof Testing jeden Tag für und mit unseren Kunden umsetzen. Um ebenso smarte wie zuverlässige Prüfsysteme oder Prüfmodule zu entwickeln und zu bauen, braucht es Fachwissen aus verschiedenen Disziplinen. Das interdisziplinäre Studium der Mechatronik mit seinen Inhalten aus Mechanik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik ist dafür meines Erachtens eine sehr gute Basis. Wobei das im Studium erworbene Know-how vielleicht 20 Prozent dessen ausmacht, was wir Softwareentwickler bei Berghof Testing für unseren Job brauchen – die restlichen 80 Prozent sind in der täglichen Praxis erworbenes Wissen. Das macht unseren Job auch so spannend und abwechslungsreich.

2. Können Sie sich noch an Ihren ersten Kontakt mit Berghof erinnern?

Ja, sehr gut sogar. Ich hatte mich für ein Praxissemester beworben und habe bereits in diesem ersten Gespräch mit zwei heutigen Kollegen gespürt, dass bei Berghof eine ganz andere Atmosphäre herrscht als bei großen Unternehmen. Wir sind hier ein Spitzenteam, wachsen gemeinsam an unseren Aufgaben, unterstützen uns gegenseitig. Jeder kennt die Arbeit der anderen Teammitglieder, weiß um deren Herausforderungen und sieht immer das große Ganze. Das spüren unsere Kunden – und halten uns deshalb oft nicht nur die Treue, sondern empfehlen uns weiter.

3. Welche Vorteile haben die Kunden durch die Zusammenarbeit mit Berghof Testing, was genau macht das Unternehmen so besonders?

Aus meiner Sicht vor allen Dingen unsere besondere Struktur, wegen der mir das Arbeiten bei Berghof Testing seit den ersten Tagen als Praxisstudent so viel Spaß macht: Wir verbinden die technische Kreativität und den großen Innovationshunger eines Ingenieurbüros mit den soliden Strukturen und der Professionalität eines Großunternehmens, auch durch unsere Zugehörigkeit zur Berghof Firmengruppe. Unsere Kunden erhalten also sozusagen das Beste aus zwei Welten und müssen sich nicht für das eine oder das andere Extrem entscheiden. Außerdem schätzen unsere Kunden sehr, dass unsere Systeme – trotz immer komplexerer Prüfaufgaben und ständig erweiterter Funktionen – intuitiv verständlich und leicht bedienbar bleiben. Denn was nützt mir das beste Prüfsystem, wenn es die Nutzer vor hohe Hürden stellt und der Kunde deshalb nie das mögliche Potenzial vollständig nutzen kann?

4. Um diese Hürden so niedrig wie möglich zu halten, ist ja vor allen Dingen Ihr Team in der Softwareentwicklung gefragt. Wie stellen Sie sicher, dass die Prüfsoftware diesen hohen Ansprüchen genügt?

Ein ganz wichtiger Punkt ist sicher, dass wir bei allen Berghof Prüfsystemen oder Prüfmodulen konsequent auf ein einheitliches Framework setzen. Das hat für unsere Kunden gleich zwei Vorteile: Sämtliche Verbesserungen, die wir an diesem Framework vornehmen, kommen dadurch allen unseren Kunden zugute – und der Grundaufbau unserer Prüfsoftware und damit auch die Logik der Bedienung und der Konfigurierung oder Erweiterung ist immer identisch. Außerdem lassen sich unsere Systeme dank grafischer Bedienoberfläche absolut intuitiv und einfach bedienen, Verständnisprobleme aufgrund von Sprachbarrieren sind somit bei uns überhaupt kein Thema. Unsere Systeme sind außerdem technologisch auf größtmögliche Offenheit ausgelegt und lassen sich deshalb sehr flexibel kundenspezifisch an das jeweilige Informationssystem anbinden. Wir bieten also unseren Kunden den Nutzen einer größtmöglichen Standardisierung der technologischen Plattform, kombiniert mit einer hohen Flexibilität für seine spezifischen Anforderungen.

5. Apropos hohe Flexibilität: Die Automotive-Branche, die mit Abstand wichtigste Branche für Berghof Testing, befindet sich aktuell in einem tiefgreifenden technologischen Wandel – Stichworte: E-Mobilität und (teil-) autonomes Fahren. Wie wirkt sich das auf Berghof Testing allgemein und Ihre Arbeit im Speziellen aus?

Uns beschäftigen diese Themen schon eine ganze Weile, denn wir konzipieren ja Prüftechnologien für die nächsten Generationen an Fahrzeugen, leben also gedanklich immer schon ein bisschen in der Zukunft – was ich persönlich extrem reizvoll finde. Die Fahrzeuge werden immer intelligenter, ich sage immer gerne sie sehen die Welt mehr. Für uns bedeutet dieser Wandel vor allen Dingen, dass wir mit unserem Know-how mehr denn je als Partner unserer Kunden früh in Projekte eingebunden sind. Denn unsere Kunden sind ja oft Zulieferer der Automobilhersteller, die sich plötzlich mit ganz neuen Technologien auseinandersetzen – wie zum Beispiel die Hersteller von Bumpern, die jetzt verschiedene Arten von Sensoren in ihre Produkte integrieren und entsprechend prüfen.

Da ist unser Erfahrungswissen aus vielen neuartigen Ansätzen, wie unserem beim „German Innovation Award“ ausgezeichneten „Smart Component Tester (SCoT)“, sehr gefragt. Und die schon immer enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist dadurch noch enger und vertrauensvoller geworden. Außerdem haben elektrische Antriebe einen weiter wachsenden Anteil an der Mobilität von heute – deshalb wird für die Automobilhersteller und -zulieferer und damit auch für uns das Thema Prüfsysteme für E-Drives immer wichtiger. Gut für uns, denn wir haben dieses Thema in den letzten Jahren zu einer unserer Kernkompetenzen ausgebaut.

6. Beruflich finden Sie es also sehr reizvoll, sich mit Zukunftsthemen und neuen Technologien zu beschäftigen. Begeistert sich auch der Privatmensch Fabian Zons für die neuesten technischen Errungenschaften?

Ich bin schon jemand, der auch privat Spaß an moderner Technik hat. In unserem Haus, dass wir vor einigen Jahren mit einem bekannten Fertighaushersteller aus der Region gebaut haben, haben wir beispielsweise an vielen Stellen Smart Home-Lösungen eingesetzt, selbst die Katzenklappe ist hier angebunden. Und erst kürzlich haben sich meine Frau und ich, nachdem ich mich beruflich ja schon seit Jahren intensiv damit beschäftige, Elektroautos als nächste Fahrzeuge bestellt.

Noch mehr Spaß habe ich allerdings daran, Dinge selbst zu konzipieren und zu bauen – vor allen Dingen rund um unser Haus. So haben wir nicht nur unseren Garten selbst gestaltet, sondern uns darüber hinaus eine große Außenküche gebaut und auch das dazu gehörige Dach komplett eigenständig gestaltet, konzipiert und gebaut. Das hat definitiv Lust auf mehr gemacht – so wie die im Team erfolgreich gelösten Herausforderungen vieler komplexer Projekte bei Berghof Testing.