Peter Deckelmann, Key Account Manager E-Drives
Interview | Berghof Testing

Sechs Fragen an Peter Deckelmann

5. November 2020

In seiner Studien-Abschlussarbeit ging es bereits um den Prüfstandsbau. Und rund 25 der mehr als 30 Jahre, die er schon im Dienst der Berghof Gruppe steht, widmete sich Peter Deckelmann, eine der treibenden Kräfte für die langjährige „Alliance“-Partnerschaft mit National Instruments, ebenfalls dem Thema Prüftechnologien. Warum ihm der persönliche Kontakt zu seinen vielen langjährigen Kunden in Corona-Zeiten am meisten fehlt, die hohe Ingenieursquote bei Berghof Testing sich immer mehr auszahlt und ihn Korea und Japan ganz besonders in den Bann ziehen, erzählt der Key Account Manager für das Thema E-Drives bei Berghof Testing im Interview.

1. Die Corona-Pandemie hat unseren Arbeitsalltag gehörig durcheinandergewirbelt. Was fehlt Ihnen persönlich denn im Moment am meisten?

Als Key Account Manager sind wir ja die direkte Schnittstelle zwischen unseren wichtigsten und langjährigsten Kunden und den Verantwortlichen für die verschiedenen Bereiche bei Berghof Testing. Für mich ist deshalb der direkte, persönliche Austausch mit meinen Kunden enorm wichtig und eine ganz zentrale Wissensquelle. Natürlich können wir uns auch in Corona-Zeiten austauschen, per Videokonferenz oder ganz klassisch am Telefon. Aber am meisten erfahren wir eben doch bei persönlichen Besuchen vor Ort. Diese Besuche fehlen mir im Moment schon sehr. Immerhin gibt es nicht wenige Kunden, die ich schon seit 25 Jahren betreue – und noch nie so lange nicht besuchen konnte.

2. Warum wäre dieser direkte Austausch gerade jetzt so wichtig?

Unsere mit weitem Abstand wichtigste Kundengruppe sind ja die Zulieferer der Automobilindustrie, vornehmlich aus den Bereichen Interior, Exterior und E-Drives. Diese Unternehmen bewältigen aktuell enorme Umbrüche, weil die Lage im Automotive-Markt wohl noch nie so diffus und schwierig war wie heute. Da sind natürlich auch wir als Partner im Bereich der Prüftechnik stark gefordert, um unsere Kunden auf der Basis unserer ausgereiften Standards mit individuellen, optimal auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittenen Prüfsystemen bestmöglich dabei zu unterstützen, diese enormen Umbrüche zu meistern. Und dazu müssen wir natürlich das Ohr immer ganz eng an unseren Kunden haben. Ohne Messen und mit deutlich weniger direkten Besuchen als vor Corona ist das zwar deutlich schwieriger geworden – aber wir bei Berghof Testing sind ja bekannt dafür, dass wir Herausforderungen lieben.

3. Apropos Herausforderungen: Die Anforderungen an Prüfsysteme werden höher und höher – Stichworte mannlose Systeme und immer stärkerer Trend zu individualisierten Prüfsystemen. Ist das ein Fluch oder ein Segen für Berghof?

Für uns ist das ganz klar ein Segen – denn wir profitieren immer mehr von einer traditionellen Stärke bei Berghof: Wir haben schon immer in allen Geschäftsbereichen der Berghof Gruppe eine sehr hohe Quote an Ingenieuren und darüber hinaus alle Schlüsselkompetenzen im Haus gebündelt, um Projekte schnell und agil bearbeiten zu können. Auch der direkte Zugriff auf die Kompetenzen und das Know-how der vielen anderen Bereiche der Berghof Gruppe ist in dieser Form sicher selten, wenn nicht gar einmalig. Dadurch und durch unsere modular aufgebauten Standardsysteme können wir diese große technologische Flexibilität, die unsere Kunden mehr und mehr von uns fordern, tagtäglich leben. Wie schon gesagt: Wir bei Berghof lieben Herausforderungen und gehen immer wieder gerne neue Wege – wie unsere jüngsten Innovationen beweisen.

4. Die Offenheit für neue Wege – ist das die wichtigste Voraussetzung, um als neues Team-Mitglied bei Berghof Testing erfolgreich zu sein?

Wer am liebsten in eingefahrenen Bahnen denkt und zigmal das gleiche Produkt von der Stange verkaufen will, passt auf jeden Fall nicht zu Berghof. Unsere Kunden erwarten von uns eine optimale Lösung auf Basis unserer vielfach bewährten Standards, die ihnen echte Vorteile verschafft – und dafür brauchen wir helle Köpfe, die ständig nach technischen Weiterentwicklungen suchen und erst zufrieden sind, wenn sie unsere anspruchsvollen Kunden mit ihren Ideen positiv überraschen. Wer so denkt und handelt und zudem Teamplayer durch und durch ist, wird viel Freude an den vielfältigen und abwechslungsreichen Aufgaben bei Berghof Testing haben.

5. Als Key Account Manager bei Berghof Testing beschäftigen Sie sich oft mit neuen Technologien oder Komponenten, die erst Jahre später in die Serie gehen. Sind Sie auch in Ihrer Freizeit jemand, der den Blick nur in die Zukunft richtet?

Eher im Gegenteil – ich finde es auch unheimlich spannend, wo bestimmte technische Entwicklungen ihren Anfang genommen haben. Ich wollte schon als Kind immer genau wissen, wie wichtige Schlüsseltechnologien wie zum Beispiel Motoren oder Getriebe funktionieren. Deshalb interessiere ich mich schon immer sehr für historische Eisenbahnen und Busse. Aber wie sagt der Volksmund so schön: Gegensätze ziehen sich an.

6. Wer im Vertrieb erfolgreich sein will, muss sich gut mit Menschen auskennen, genau zuhören und verstehen können. Gleichzeitig wird gerade die Automotive-Branche immer globaler. Gibt es denn Regionen und Menschen, die Sie ganz besonders in ihren Bann ziehen?

Mich faszinieren viele Länder und Regionen und mich zieht es auch privat im Urlaub in die Ferne. Dabei hat bei mir ganz besonders die stets gelassene, immer höfliche Mentalität der Koreaner und Japaner bleibenden Eindruck hinterlassen: pulsierende Metropolen voller Menschen und Fahrzeuge, also gefühlt zunächst ziemliches Chaos – und dennoch eine fast schon unheimliche Ruhe und Ordnung. Wirklich beeindruckend!